Röteln:
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Krankheitsbild
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Komplikationen
Immunität
Röteln-Impfung:
Impfstoff
Immunität
Impfkomplikationen
 
Allgemeines

Röteln sind eine durch Tröpfcheninfektion übertragene Viruserkrankung, die aufgrund der hohen Ansteckungsfähigkeit meist im Kindesalter auftritt.

Ziel der Impfung ist es , die  Anzahl der Rötelnembryopathien zu verringern. Die Zahl der Rötelnembryopathien ist in den letzten Jahren auch zurückgegangen. Man muss hier aber festhalten, dass die heutige Pränataldiagnostik Rötelnembryopathien schon vor der Geburt erkennt. Diese Embryos werden in aller Regel abgetrieben und erscheinen dann  nicht mehr in der Statistik. Dies führt also nur zu einem scheinbaren Erfolg der Rötelnimpfprogramme.(Martin Hirte: Impfen: Pro & Contra, S. 225)

Erreger

Rubella Virus, ein RNS Virus aus der Gruppe der Toga Viren
 

Krankheitsbild

Die Inkubationszeit dauert etwa 14-21 Tage. Die Ansteckung erfolgt über Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch. Die Ansteckung erfolgt aber nur bei geschwächter Immunlage der Person oder des Kindes. Erstes Krankheitszeichen ist oft eine leichte Entzündung der Atemwegsschleimhäute. Nach einer auffälligen Gesichtsrötung tritt danach oft ein 2-3 Tage andauernder Hautausschlag aus. Es kommt zu leichtem Fieber mit einem feinen, hellrotem Exanthem. Oft verlaufen sie aber nur mit geringfügigen Symptomen, wie zum Beispiel leichtem Unwohlsein und werden dann nicht als Röteln diagnostiziert.
Ansteckungsgefahr 7 Tage vor Beginn des Ausschlags bis 10 Tage nach seinem Abklingen.

Therapie

Schulmedizinisch wird rein symptomatisch behandelt.

Komplikationen

Komplikationen sind nur in den ersten 4 Monaten der Schwangerschaft zu erwarten. Hierbei kann es zu Missbildungen und Schädigungen der Riech- und Sehorgane  des Kindes kommen (sogenannte Rötelnembryopathie)
Selten kommt es zu Gelenkentzündungen, Thrombozytopenie. Sehr selten sind Enzephalitiden

Immunität

Eine durchgemachte Rötelnkrankung hinterlässt eine lebenslange Immunität. In 2.5% der Fälle kann es später jedoch zu einer Zweiterkrankung kommen.

Röteln-Impfung

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Impfstoff

Rötelnviren für Impfstoffe werden auf Hühnereiern und menschlichen Krebszellen gezüchtet. Für die Impfung werden die Viren abgeschwächt und Antibiotika zugegeben. Durch Reste von Hühnereiweiss und Humanalbumin besteht durch die Impfung auch ein allergisches Risiko. Der Impfstoff wird heute meist als MMR Impfung, d.h. zusätzlich gegen Masern und Mumps verabreicht.

Immunität

Durch die Einführung der Rötelnimpfung hat sich insbesonders die Situation für Ungeimpfte verschlechtert. Durch die Impfung ist die Wahrscheinlichkeit gesunken, an den Röteln zu erkranken bzw. einen erworbenen Schutz durch weitere Kontakte mit dem Virus aufzufrischen. Damit haben junge Frauen häufig keinen ausreichenden Schutz mehr vor Röteln. Kommt es zu einer Schwangerschaft, besteht  damit die grosse Gefahr einer Rötelnembryopathie.
Auch die WHO teilte mit, dass die Krankheit durch die Impfung vermehrt ins Erwachsenenalter verschoben wird und Rötelnembryopathien zunehmen, wenn nicht Impfraten von nahezu 100% erreicht werden. Dies ist jedoch unmöglich.

Vor Einführung der Impfung hatten mehr als 90% der Jugendlichen eine ausreichende Immunität gegen Röteln aufgebaut und dieser Schutz konnte auch immer wieder durch den Kontakt mit Wildviren aufgefrischt werden.

Die Immunität nach einer Impfung beträgt nach einer Untersuchung von Miller etwa 88%(Miller E, Waight P, Gay N, Ramsay M, Vurdien J, Morgan-Capner P, Hesketh L, Brown D, Tookey P, Peckham C. :The epidemiology of rubella in England and Wales before and after the 1994 measles and rubella vaccination campaign: fourth joint report from the PHLS and the National Congenital Rubella Surveillance Programme.Commun Dis Rep CDR Rev. 1997 Feb 7;7(2):R26-32.),was bedeutet, das bei jeder zehnten Frau eine Ansteckung während der Schwangerschaft möglich ist.  Aufgrund der geringen Ansteckungswahrscheinlichkeit im Kindesalter und zunehmender Wahrscheinlichkeit der Ansteckung  im Erwachsenenalter kommt es immer mehr zu Rötelnembryopathien bei Schwangeren.

Zum Zeitpunkt der Pupertät sollten junge Frauen auf Rötelnantikörpergetestet werden und bei zu niedrigem Titer ist eine Impfung zu empfehlen, damit es nicht zu einer Erkrankung während einer eventuellen Schwangerschaft kommt. Um die Impfung während einer vielleicht schon bestehenden Schwangerschaft auszuschliessen, sollte möglichst während der Menses geimpft werden.
 

In den USA kommt es immer wieder zu grösseren Röteln-Epidemien trotz hoher Durchimpfung mit MMR.(Control and prevention of rubella: evaluation and management of suspected outbreaks, rubella in pregnant women, and surveillance for congenital rubella syndrome.;MMWR Recomm Rep. 2001 Jul 13;50(RR-12):1-23.)

Impfkomplikationen und Impfschäden

Neben örtlichen Reaktionen an der Einstichstelle, kann es zu Fieber und Kopfschmerzen kommen. Oft werden auch Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen  sowie Gelenkentzündungen beobachtet. Bekannt sind auch Thrombopenien. Selten Encephalitis, Meningitis und das  Guillan-Barré-Syndrom. Welcher Impfvirus letztlich zu den Komplikationen führt , kann nicht immer sicher gesagt werden.

Hauptnebenwirkung der Rötelnimpfung ist eine akute, selten auch eine chronische Gelenkentzündung (INSTITUTE OF MEDICINE ADVERSE EVENTS ASSOCIATED WITH CHILDHOOD VACCINES. WASHINGTON, DC: NATIONAL ACADEMY PRESS, 1994 , TINGLE, A.J. RANDOMISED DOUBLE-BLIND PLACEBO-CONTROLLED STUDY ON ADVERSE EFFECTS OF RUBELLA IMMUNISATION IN SERONEGATIVE WOMEN. LANCET 1996; 349:1277-1281 , GEIER DA. A ONE YEAR FOLLOWUP OF CHRONIC ARTHRITIS FOLLOWING RUBELLA AND HEPATITIS B VACCINATION BASED UPON ANALYSIS OF THE VACCINE ADVERSE EVENTS REPORTING SYSTEM (VAERS) DATABASE. CLIN EXP RHEUMATOL. 2002 NOV-DEC;20(6):767-71. ). Sie treten bei etwa 1 % der Kinder und bei mehr als 10% der Erwachsenen auf(FULGINITI, V.A. CONTROVERSIES IN CURRENT IMMUNIZAITON POLICIES AND PRACTICES. CURRENT PROBLEMS IN PEDIATRICS 1976; 6:6-16. )
Dieser Impfschaden wird in den USA offiziell als solcher anerkannt.

Auch hier besteht die Gefahr, wie bei den anderen Impfungen, dass durch die Impfung die Rötelnerkrankung ins Erwachsenenalter hineinverschoben wird und damit die Gefahr von Fruchtschädigungen zunimmt.

 

 

 

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